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 Ute Lange

       Zuckerwerte

Ein ebenso großes Risiko wie die Folgeerkrankungen ist für jeden Diabetiker die Über- oder Unterzuckerung. Sie sollten unbedingt wissen und beachten welche Zuckerwerte im Normbereich sind.

Dr. Lücker
Wir haben bisher von den Langzeitnebenwirkungen des Diabetes gesprochen. Die Über- oder Unterzuckerung sind akute, also plötzlich auftretende Nebenwirkungen, die leider bei vielen Formen der Zuckerbehandlung häufig vorkommen.
Z.B. ein Diabetiker, der Insulin spritzen muss, spritz zuviel Insulin, also geht der Zucker zu sehr nach unten. Man sprich hier von einer Unterzuckerung.
Diese Unterzuckerung kann sogar in Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen enden, bei älteren Patienten sogar in Schalfanfällen oder aber in einem Herzinfarkt. Gerade bei älteren Patienten ist es daher wichtig, dass es möglichst selten, am besten nie, zu einer Unterzuckerung kommt. Bei den insulinpflichtigen Diabetikern sollte man bei den Schulungen schon darauf wert legen, dass sie im Rahmen des Schulungsprogramms eine künstliche, also von außen her geführte, Unterzuckerung bekommen. Denn es ist wichtig, dass man früh genug gegensteuern kann. Hier sind auch Freunde, Bekannte und Verwandte gefragt, denn bei einem Diabetiker, der ohnmächtig geworden ist oder sogar einen Krampfanfall bekommt, muss ein Gegenmittel gespritzt werden, das sog. Glucagon, was eigentlich jeder Diabetiker “an Bord” haben sollte.

Das Gegenteil, also der zu hohe Zucker, wird auf die Dauer zu den Symptomen führen: viel Wasser lassen, häufig Wasserlassen, viel Durst, Schlappheit, Müdigkeit, großes Schlafbedürfnis und natürlich auch eine Gewichtsreduktion. Diese Symptome sind aber so ausgeprägt, dass vor allen Dingen bei älteren Menschen, durch das viele Wasser lassen ein Fehlen an Wasser, also Volumen, im Körper auftritt.

Im Prinzip ist eine Unterzuckerung ab einem Blutzucker von unter 60 zu erwarten. Symptome können allerdings erst wesentlich niedriger auftreten. Es gibt Diabetiker, die eine Unterzuckerung überhaupt nicht spüren. Die Überzuckerung hat einen großen Dunkelzifferbereich in denen der Diabetiker eigentlich wenig merkt. Es sind Werte bis 250, das ist genau der Bereich für Diabetiker, der sehr gefährlich ist in Bezug auf Langzeitschäden.


Stichwort "richtige Einstellung":
Viele wissen wahrscheinlich gar nicht genau was man darunter versteht und wann ein Diabetiker überhaupt richtig eingestellt ist ?

Dr. Lücker
Wenn die Zuckerwerte so sind wie bei einem Zuckergesunden.
Das ist das Ziel.
Wir sprechen da in der Einstellung von Werten bei einem Nüchternblutzucker um 100. Bei einer Messung eine Stunde nach dem Essen sollte der Blutzucker 160 nicht überschreitet und 2 Stunden nach dem Essen nicht 120. Anders ausgedrückt, wir möchten, dass der Zuckerlangzeitwert, das ist das sog. Zuckergedächtnis, die Eingeweihten wissen wovon die Rede ist, dem Hba1-Wert, im  Normwert liegt. Überschreitet er diesen Normwert, kann man davon ausgehen, dass der Durchschnittszucker über 100 liegt und das sollte ermöglicht nicht passieren. Durch unterschiedliche Messmethoden, gibt es auch unterschiedliche Normwerte. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

 

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