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Der Zustand der Haut sagt oft eine ganze Menge über den Menschen aus. Es heißt nicht umsonst, „die Haut ist der Spiegel der Seele“. Den meisten von uns ist die äußere Erscheinung sehr wichtig, dazu gehört natürlich auch die Pflege der Haut. Es gibt aber immer wieder Flecken oder Hautveränderungen die wir trotz guter Pflege nicht beeinflussen können. Wenn man so etwas bei sich findet, möchte man natürlich wissen, was das ist. Dieses Erkennen ist selbst für einen Dermatologen nicht ganz einfach, wie Dr. Schwaaf aus Bad Essen bestätigt.
Dr. Schwaaf: Jeder Dermatologe der anfängt steht vor vielen roten Flecken, vor vielen braunen Flecken, vor vielen violetten Flecken und denkt: „das begreife ich nie“. Als ich die ersten Male als Assistent in die Hautklinik gehen durfte, hatte ich das Gefühl, „das ist gefährlich, das ist gefährlich und das ist völlig ungefährlich“, meine Kollegen sagt dann: „das ist umgekehrt“ und irgendwann kommt man dann nach einigen Wochen zu dem Schluss, man versteht gar nichts mehr. Irgendwann versteht man allerdings die Lehre von den Flecken dadurch, dass man ganz viele gesehen hat und sich erinnert, dass ist es gewesen und die und die Kriterien muss man beachten. Das ist leider nicht aus Lehrbüchern zu lernen und es ist immer schwierig, das auch jemandem beizubringen, man muss es wirklich gesehen haben und man muss ein optisches Gedächtnis haben.
Welches sind die wichtigsten bzw die bösen oder die guten Flecken?
Dr. Schwaaf Die wichtigsten Flecken, die man so am Körper beachten muss, sind die roten und die schwarzen. Die schwarzen, das ich sicherlich allgemein bekannt, das sind dann schon Flecken, die in die Bösartigkeit geht. Die braunen, die Leberflecken und Muttermale, das sind die Vorstufen. und hinter den roten kann sich ganz viel verbergen. Da braucht es ein wirklich sehr geschultes Auge um das auseinander zuhalten. Manchmal ist es ein Pilz, manchmal ist es eine bakterielle Erkrankung, manchmal sind es Hefepilze und manchmal sind es Krankheiten, die vom Blutsystem ausgehen oder auch vom Lymphsystem. Also man merkt schon, es ist ein sehr sehr vielseitiges Gebiet und jedes Rot hat seine eigenen Nuance und sie bestimmt im Endeffekt die Richtung in die der Dermatologe denkt.
Was unterscheidet außer der Farbe diese beiden „Flecksorten“ voneinander.
Dr. Schwaaf: Die braunen Flecken, kann man sagen, entstehen durch Pigmentzellen, die in der Haut dafür da sind, dass sie bräunt und gleichzeitig den Körper vor Sonne schützen. Die roten Flecken entstehen durch eine Entzündung, durch eine Vermehrung von Blutgefäßen oder durch eine vermehrte Füllung von Blutge- fäßen. Das ist erst einmal der grundsätzliche Unterschied. Von der Gefährlichkeit kann man jetzt nicht sagen, rot ist gefährlich und braun nicht, dass muss man dann im Einzelfall entscheiden. Es gibt harmlose braune Flecken und gefährliche braune Flecken und umgekehrt beim Rot ist es genauso. (Und noch mehr Flecken)
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