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von und mit
 Ute Lange

      Cholesterin

Cholesterin, für jeden ein Thema

Eine Sendung vom 20.01.2006 zum Thema
Cholesterin
mit
Dr. Christian Lücker,
Arzt für Allgemeinmedizin in Pr. Oldendorf
 

Die Diskussion darüber ist seit Jahren an der Tagesordnung:
- ist ein zu hoher Cholesterinspiegel schädlich?
- führt er zu Schlaganfall und Herzinfarkt?
- welche Werte sind richtig?
- wie soll man sich überhaupt verhalten?

Etwas erschreckend ist, wie wenig allgemein über das Cholesterin bekannt ist. Im Mai 2005 wurden bei einer Umfrage von Infratest insgesamt 1.298 Personen ab 18 Jahren befragt. 91 % hatten zwar schon einmal etwas davon gehört, aber Näheres war bei den meisten nicht bekannt. Es hat sich gezeigt, dass bei der Aufklärung über Gefahren und Therapiemöglichkeiten noch vie zu tun ist!

Einige dieser Fragen wird  Dr. Christian Lücker, Arzt für Allgemeinmedizin aus Pr. Oldendorf hier beantworten

Übergewicht und zu üppiges Essen könne, so liest man fast täglich, zu einem erhöhten Cholesterinwert führen. Aber was ist das überhaupt Cholesterin?

Dr. Lücker:
Cholesterin ist eine Form der Fettverarbeitung und Fettspaltung im Körper. und ist auch notwendig um Zellen aufzubauen. Es gibt also ein absolutes Muss für Cholesterin. Die Medien berichten über den besorgniserregend hohen Cholesterinspiegel und da muss man natürlich weiter differenzieren.

Und wie bzw. wo wird dieses Cholesterin im Körper gebildet?

Dr. Lücker:
Die Leber bildet Cholesterin aus den Fetten, die aus der Nahrung über den Pfortaderkreislauf in die Leber hineinkommen. Man muss sich das so vorstellen, dass die Nahrung im Magen und Dünndarmanteil aufgenommen und gespalten wird und von diesen Anteilen her wird dann Fett mit Gallenflüssigkeit zusammen aufgenommen und über die Pfortader zur Leber hingebracht. Die Leber verarbeitet dann die Fette weiter.
Die Cholesterinbildung findet überwiegend nachts statt. Die meisten Cholesterinsenker müssen abends genommen werden,. das können Ihnen diejenigen bestätigen, die solch ein Medikament nehmen.

Die erlaubte Höhe des "normalen" Cholesterinwertes wird immer wieder diskutiert. Dadurch entsteht natürlich bei den Kranken und auch bei den Gesunden eine erheblich Unsicherheit.

Dr. Lücker:
Es werden verschiedene Laborwerte als Normwerte genommen. Man muss bei dem Cholesterinspiegel unterscheiden zwischen dem Gesamtcholesterin, dem HDL-gebundenen Cholesterin, dem sog. guten Cholesterin, dem LDL-gebundenen Cholesterin, dem sog. schlechten Cholesterin. Unter 200 sollte normal sein, das erreichen allerdings nur 20 % der Bevölkerung. Das gute Cholesterin sollte über 40 sein und das böse Cholesterin möglichst unter 135. Es gibt dann so Grauzonen, z.B. bei Gesamtcholesterin: bis 250 ist kontrolledürftig, über 250 dann eindeutig erhöht. Beim bösen, dem LDL-gebundenen Cholesterin ist der kontrollbedürftige Bereich über 150.
Man muss auch wissen, dass der Cholesterinspiegel altersabhängig steigt. Ältere Menschen haben einen höheren Cholesterinspiegel, auch ein höheres LDL und HDL.

Ich bin z.B. auf ein Buch von Prod. Dr. med. Walter Hartenbach gestoßen: "Die Cholesterinlüge".
Er vertritt die Meinung, dass die Normwerte viel zu niedrig angesetzt würden. Solche Werte könnten nur ca. 20 % der Bevölkerung erreichen und dass hieße dann, dass 80 % krank wären.

Dr. Lücker:
Wir leben in einer Wirtschaftsgesellschaft in der die Pharmaindustrie halt den absolut höchsten Stand in Deutschland hat. D.h. die Pharmaindustrie möchte gerne auch ihre Medikamente verkaufen. Dementsprechend muss man die ganze Sache natürlich sehr kritisch sehen.
Tatsache ist, dass es Familien gibt, in denen der Cholesterinspiegel exorbitant hoch ist und in diesen Familien Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vorwiegend Herzinfarkte, wesentlich früher an Lebensjahren und wesentlich häufiger sind als in anderen Familien auftreten. D.h. es gibt tatsächlich harte Daten, dass der Cholesterinspiegel in Zusammenhang steht mit der Arterienverkalkung und auch ein ganz ganz wichtiger Risikofaktor dafür ist. Dies vor allen Dingen im Bereich der Herzkranzgefäße, aber auch im Bereich der hirnzuführenden und hirnversorgenden Gefäße und auch der Beine. In wieweit da nun ein kranker Wert oder ein behandlungs- bedürftiger Wert vorliegt, kann sicher nur im Einzelfall mit den verschiedenen Untersorten des Cholesterins geklärt werden. Vergessen darf man aber auf keinen Fall die Verbindung mit der Familienvorgeschichte des Patienten, denn da spielt auch eine große Rolle, ob in der Familie mehrere oder einzelne Personen frühzeitig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestorben sind. Insgesamt muss man auch noch andere Risikofaktoren zu rate ziehen, z.B. hoher Blutdruck, Diabetes melitus und Zigaretten rauchen, denn die Gefahr Herz-Kreislauf- Erkrankungen zu bekommen ist natürlich wesentlich höher, bei mehreren Risikofaktoren.
Z.B.: Jemand der gesund lebt, keinen Bluthochdruck und keinen Diabetes hat, Nichtraucher ist, sich viel bewegt, wenn der einen hohen Cholesterinspiegel hat, wird man eher nicht behandeln. Dagegen, jemand der in der Familie einen direkten erstgradigen Verwandten hat, der unter 50 schon einen Herzinfarkt gehabt, der Raucher ist, der Diabetiker ist, den wird man mit Sicherheit schon eher behandeln, wenn man ihn nicht davon überzeugen kann, das er vielleicht abnimmt und vom Rauchen wegkommt. Das muss man den Leuten auch immer klarmachen.

Es ist immer die Rede vom guten und schlechten Cholesterin, warum?

Dr. Lücker:
Das sind Untersuchungen darüber, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekommt. Man weiß z.B. dass das LDL, also das „böse Cholesterin“ der Risikofaktor erster Ordnung für einen Herzinfarkt ist. Das HDL-gebundene Cholesterin, das „gute Cholesterin“ hat eine ausgleichende Wirkung. Es ist bewegungsabhängig, es kann die schlechten Auswirkungen eines erhöhten Gesamtcholesterins und des LDL-gebundenen Cholesterins abpuffern. Diesen Zusammenhang muss man immer sehen. Bewerkenswert ist dabei auch, dass es gerade bei Männern häufiger vorkommt, dass ein normaler Gesamtcholesterinwert vorliegt und ein stark erniedrigtes HDL bei mittelgradig erhöhtem LDL. Diese Männer sich durchaus gefährdet einen Herzinfarkt zu bekommen.

Aber woran merke ich denn überhaupt, dass mein Cholesterinwert zu hoch sein könnten und dass eine Kontrolle notwendig ist?

Dr. Lücker:
Genau da ist das Problem. Wie beim Bluthochdruck ist auch ein erhöhter Cholesterinspiegel in den allermeisten Fällen nicht zu merken. Genau darin besteht in meinen Augen auch die Aufgabe des Hausarztes vorbeugend den Cholesterinspiegel zu messen, um evtl. erhöhte Werte kritisch zu hinterfragen. Ich denke, das es für jeden angezeigt ist, vor allen Dingen für die, die in der Familie schon mal Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehabt haben, den Cholesterinspiegel bestimmen zu lassen.

Diese Cholesterinwert-Bestimmung erfolgt wie.?

Dr. Lücker:
Es wird morgens nüchtern Blut abgenommen. Wobei das Essverhalten in den letzten Wochen sich nicht stark geändert haben sollte. Wer natürlich in den Sommermonaten jeden Tag in der Eisdiele war und ein große Vanilleeis oder Spaghetti-Eis gegessen hat, bei dem wird natürlich der Cholesterinspiegel um einiges höher liegen, als wenn man das nicht gemacht hat.

Wissen sollte man natürlich auch, warum der Cholesterinwert überhaupt ansteigen kann. Was gibt es
 für Gründe?

Dr. Lücker:
Natürlich spielt die Ernährung eine riesige Rolle.
Der 2. ganz wichtige Punkt ist Vererbung.
Dann gibt es natürlich auch Erkrankungen, die als sekundäres Symptom oder Folgesymptom erhöhte Blutfettwerte haben. Ich denke da z.B. an die Schilddrüsenunterfunktion und an Lebererkrankungen, die dann im nachhinein zu erhöhten Cholesterinspiegeln führen.

Ich habe gelesen, dass sich nur 1 % der Nahrung auf das Cholesterin auswirkt, stimmt das?

Dr. Lücker:
Also der Effekt einer strengen Diät ist sicher sehr gering, das muss man sagen. Wichtig ist, dass man es versucht. Es ist sehr unterschiedlich, bei manchen Leuten hilft es wirklich viel. Ich denke da z.B. an den Ostwestfalen, der eine Köpergröße von 1,70 m hat und ein Gewicht von 130 kg, da ist zumindest augenfällig, dass da das Körpergewicht im Vordergrund steht. Wenn das Gewicht reduziert würde, würde dann auch der Cholesterinspiegel sinken. Interessanterweise gibt es aber auch Menschen, die entsprechend gebaut sind und trotzdme überhaupt keinen erhöhten Cholesterinspiegel haben.
Wenn es um die Ernährung geht, muss es eine Ernährungsumstellung für ein Leben lang sein.
Wenn der Cholesterinspiegel nicht sinkt, muss man sich eben noch einmal die Frage stellen, muss unbedingt eine Behandlung erfolgen oder nicht. Da ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient erforderlich.

Wie ist das denn mit dem Frühstücksei, ja oder nein?

Dr. Lücker:
Man weiß selber, dass es in allen Dingen, die wir im Leben so haben immer wieder Veränderungen gibt. Wurde das Frühstücksei vor 5 Jahren noch verteufelt, da hieß es dann, nicht mehr als 1 bis 2 Eier pro Woche. Heute weiß man, dass gerade im Ei viele ungesättigte Fettsäuren sind und damit das Frühstücksei sicher jeden Tag genossen werden kann ohne jegliche Gefahr. Allein am Ei liegt es auch meistens nicht.

Auch wenn nur ein geringer Teil des Cholesterins im Blut aus der Nahrung kommt, sollte man trotz allem auf das, was man ißt etwas mehr achten. Das Frühstücksei ist erlaubt. Wie sieht das wohl mit Butter aus, oder doch lieber Margarine?

Dr. Lücker:
Es ist sicher nicht verkehrt, Butter in geringem Maße zu benutzen. Man sollte immer bedenken, dass eins von diesen kleinen 20 g Packungen Butter 100 Kalorien hat. Man darf nicht außer acht lassen, dass die Butter damit doch zum Übergewicht beiträgt und damit natürlich auch den Cholesterinspiegel erhöhen kann. Alles in Maßen ist sicherlich ein Geheimrezept, was jeder beherzigen sollte.

Das heißt also, dass man sich bei Übergewicht und einem zu hohen Cholesterinspiegel auf jeden Fall um eine Gewichtsreduktion bemühen sollte?

Dr. Lücker:
Ja, das Hauptthema heißt Risikofaktoren, gesunder Lebensstil, dass man nicht raucht, nicht übermäßig viel trinkt, regelmäßig seine Bewegung hat, kein exorbitantes Übergewicht hat, dann lebt man in der Regel halt länger als jemand der das nicht tut. Es gibt natürlich immer Einzelbeispiele, wo dann jemand der sehr gesund gelebt hat doch frühzeitig stirbt.

Zumindest hat man ein besseres Gewissen!

Bleibt nun die ganze Mühe mit Sport, Essenumstellung und Stressabbau erfolglos, muss dann doch auf eine medikamentöse Therapie ausgewichen werden?

Dr. Lücker:
Also zunächst muss man unterscheiden zwischen den Patienten, die einen hohen Cholesterinspiegel haben und augenscheinlich noch keine Folgeerkrankungen. Hier sprechen wir von einer primären Cholesterinerhöhung. Das sind Patienten, bei denen man sicherlich regelmäßig kontrollieren muss, ob sie früher als in ihrem Alter gewohnt Verkalkungen in den Gefäßen kriegen. Das kann man heute recht gut mit Ultraschall machen. Dann ist zu überlegen, ob man in Zusammenarbeit mit dem Patienten einen Cholesterinsenker einsetzt.
Die zweite Gruppe von Patienten sind die, „wo das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“, also Patienten, die bereits einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder eine arterielle Verschlusskrankheit der Beine, die sog. Schaufensterkrankheit, haben bzw. gehabt haben. Da sind auch die Cholesterinwerte in engeren Grenzen genormt. D.h., da ist nicht 200 normal, sondern180 beim Gesamtcholesterin und da ist auch beim LDL-gebundenen Cholesterin 135 nicht normal sondern unter 100 erwünscht. Diese Werte erreicht man sicherlich nur mit Einsatz von Medikamenten, wobei die Akzeptanz des Patienten solche Medikamente zu nehmen meist gegeben ist, weil sie schon mal eine Erkrankung in der Richtung gehabt haben.

Ein stark erhöhter Cholesterinspiegel zwingt uns zum Handeln. Zuerst versucht man es mit viel Disziplin und Diät, dann evtl. noch mit Sport. Hilft das aber alles nichts, muss mit Medikamenten behandelt werden. Welche stehen da zur Auswahl?

Dr. Lücker:
Das sind die Cholesterinsynthesehemmer. Es gibt mehrer verschiedene, aber eben gut belegt nur ein/ zwei Cholesterinsynthesehemmer, die sog. Statine,. die durch Lipobay in Verruf gekommen sind. Dieses Medikament wurde eingesetzt und es hat sich in manchen seltenen Fällen (einer von 10 bis 100.000) eine Erkrankung der quergestreiften Muskulatur ergeben, die tödlich verlaufen kann, wenn man das Medikament nicht absetzt. Dann gibt es noch andere Fettsenker, die nicht so häufig in Gebrauch sind, das sind die Fibrate und auch Cholesterinresorptionshemmer im Darm, es sind Präparate, die in der 2. und 3. Reihe stehen und sicher nicht in den primären Einsatz kommen.

Gibt es auch pflanzliche Medikamente die Hilfe versprechen?

Dr. Lücker:
Viele kennen sicherlich den Spruch, dass man mit Knoblauch einiges ausrichten kann. Interessanterweise ist die Senkung des Cholesterinspiegels durch Knoblauch maginal, die wird beziffert zwischen 5 und 10 %. Aus meiner Erfahrung gibt es keine ernstzunehmenden Medikamente aus dem pflanzlichen Bereich, die wirklich eine ausreichende Cholesterinsenkung herbeiführen.

Also müssen wir wohl bei den Medikamenten der  Schulmedizin bleiben. Ich habe immer etwas Angst; deshalb lese ich genau den Beipackzettel, weil ich auf jeden Fall über die möglichen Nebenwirkungen unterrichte sein möchte. Auch die Cholesterinsenker haben Nebenwirkungen.

Dr. Lücker:
Cholesterinsynthesehemmer können in der Leber zu Leberschädigungen führen, d.h. jemand mit dem man übereingekommen ist, dass er so ein Medikament braucht, muss die Leber kontrollieren lassen. Außerdem muss er immer wieder daraufhingewiesen werden, dass er bei Auftreten von Muskelschmerzen, egal wo, das Medikament absetzen und seinen Arzt informieren muss. Man kann Allergien bekommen, Durchfall, Magenprobleme, man muss bei diesen Medikamenten mit dem Patienten zusammen das Vorgehen besprechen. Wenn ein Medikament, was man sein Leben lang nehmen müssen, irgendwelche Nebenwirkungen macht, muss man auf jeden Fall nach Alternativen schauen. Es macht keinen Sinn sich ein Leben lang zu quälen mit solch einem Medikament, was man nicht verträgt.
Das ist der erste Punkt, der Cholesterinsenker sollte so gut verträglich sein, das man keine Nebenwirkungen hat.
Der zweite Punkt ist, er muss natürlich auch genügend den Cholesterinspiegel senken. Das ist meistens eine Dosisfrage.. Je mehr man aber davon nimmt, desto häufiger kommen auch Nebenwirkungen vor. Das ist nicht so ganz einfach und individuell anzupassen.
Außerdem zum Glück sind wir ja alle unterschiedlich.

In dem schon erwähnten Buch von Prof. Dr. Hartenbach habe ich die Aussage gefunden, dass, wenn der Cholesterinwert medikamentös gesenkt wird, auch die Leistungsfähigkeit sinkt und die Abwehrkräfte geschwächt werden. Stimmt das?

Dr. Lücker:
Eine derartige Untersuchung ist mir nicht bekannt. Mir ist sehr wohl eine Untersuchung bekannt, bei der nachgewiesen worden ist, dass die Fähigkeit der Muskulatur sich zu kontrahieren abhängig ist vom Cholesterinspiegel, d.h. je höher der Cholesterinspiegel ist, desto weniger kann die Muskulatur kontrahieren. Da ist eben genau der entgegengesetzte Effekt bestätigt worden.
Ich kann anhand der Aussagen meiner Patienten eigentlich dazu nichts negatives sagen. Wenn ein Cholesterinsenker genommen wird und auch vom Körper akzeptiert wird, dann wird eigentlich darüber berichtet, dass die Patienten es letztendlich doch nach einem halben Jahr als angenehm empfinden, dieses Medikament zu nehmen, sie fühlen sich besser.

Um dem ein oder anderen Leiden zu entgehen, sucht man immer wieder nach Vorbeugungs-Möglichkeiten, gibt es die beim Cholesterin auch?

Dr. Lücker:
Gutes Essen, zurückhaltendes Essen, also angepasstes Essen. Es spielt auch eine Rolle, wie die genetische Konstellation ist. Wenn man dazu neigt einen Herzinfarkt zu bekommen und dass auf dem Boden eines hohen Cholesterinspiegels, dann muss man sich eben zurückhalten.
Die Vorbeugung besteht schon darin, dass man versucht gesund zu leben, mit viel Bewegung, mit ausreichendem Stressabbau und mit einer angepassten Ernährung.

Vielleicht geht der ein oder andere von Ihnen ja in der nächsten Woche einmal zum Hausarzt und lässt seinen Cholesterinspiegel überprüfen. Falls das Ergebnis nicht so ganz gut ausfällt, ergreifen Sie doch mutig sofort die Initiative, in dem Sie etwas mehr auf Ihre Ernährung achten, im Büro die Treppe statt den Fahrstuhl nehmen, täglich einen längeren Spaziergang machen oder ähnliches .

Ein Grund um in Panik zu geraten ist es aber auf gar keinen Fall.

Dr. Lücker:
Zusammenfassend kann man sagen, dass man Cholesterinwerte, wenn man Angst hat, messen lassen sollte. Dann sollte man sich in aller Ruhe mit dem betreuenden Doktor, zu dem man Vertrauen hat, an einen Tisch setzen und darüber reden wie hoch die Gefahr denn nun wirklich ist. Der Patient trifft selbst letztendlich die Entscheidung.
Ich warne aber davor, genauso wie bei den Diabetesmitteln, die Cholesterinmittel als Vermeidung von Folgen unserer Zivilisation zu benutzen und einzusetzen. Es gibt Bestrebungen, dass frühzeitig Cholesterinsenker gegeben werden, aber ich halte das für gefährlich. Ich denke jeder sollte einen Cholesterinsenker bekommen, der ihn auch wirklich braucht, aber die die nur minimal oder mittelgradig erhöhte Werte haben und ansonsten wenig Risikofaktoren, die sollten sich auch keinen Stress machen und keine Angst haben. Auch mit einem leicht erhöhten Cholesterinspiegel können sie Uralt werden und sie werden damit Uralt, da gibt es genug Beispiele.

Die einzige Methode, gesund zu bleiben besteht darin,
zu essen was man nicht mag,
zu trinken, was man verabscheut und
zu tun, was man lieber nicht täte."
 

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