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 Ute Lange

           braune Flecken

Natürlich können wir auch hier nicht alle möglichen Arten erwähnen, denn in dem schlauen Buch von Dr. Schwaaf sind „nur“ 28 unterschiedlich erwähnt.

Mir sind natürlich als erstes die Sommersprossen eingefallen:

Dr. Schwaaf:
Sommersprossen sind erst einmal komplett harmlos, deuten aber auf eine empfindliche Haut hin. Sommersprossen entstehen dadurch, dass die Pigmentzellen der Haut, in der Haut unterschiedlich gut arbeiten. Die einen produzieren viele Pigmente, die die daneben liegen sind fauler, machen weniger. D.h., Sie haben einzelne Flecken wo Sie viel Pigment haben und im Umkreis haben Sie wenig Pigment und das macht den Unterschied aus. Aber auf jeden Fall harmlos.

Das was uns alles sicherlich mit am meisten interessieren wird, sind auf jeden Fall die Muttermale und Leberflecken. Hier ließt man immer wieder, wie häufig so etwas doch bösartig sein bzw. werden kann:

Dr. Schwaaf:
Die Leberflecken, das sind die Muttermale, die im Laufe des Lebens irgendwann entstehen. Die Muttermale an sich, sind die die angeboren sind, im Volksmund die man von der Mutter bekommt. Die erworbenen werden durch Sonne produziert. Die sind auch allerdings bei Geburt schon angelegt, müssen aber, durch Sonne angeregt, sich erst entwickeln. Muttermale stellen, ich sage das jetzt einfach mal so, einen Klumpen von Pigmentzellen dar. Normalerweise liegen die Pigmentzellen sehr vereinzelt in der Haut und machen, je gleichmäßiger oder je häufiger sie verteilt sind, eine mehr oder weniger braune Hautfarbe aus. Sie lassen den Körper eben je nach Aktivität auch schneller oder weniger gut bräunen.
Die Leberflecken sind Pigmentzellen, die sich zwar teilen, aber die dann nicht wandern, sich sozusagen nicht verteilen, sondern als Klumpen liegen bleiben.
Die Leberflecken oder Muttermale sind grundsätzlich erst einmal harmlos, aber dadurch dass es viele Pigmentzellen auf einem Haufen sind, hat man eine statistisch erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass eine von diesen Pigmentzellen sich in eine bösartige umwandelt. Je mehr Sonne ein Muttermal abbekommt, desto mehr provoziert man die Pigmentzellen, die in diesem Klumpen sitzen und je mehr besteht die Gefahr, dass durch die Einwirkung und die Anregung der Sonnenstrahlung, die Pigmentzellen dann auch in eine Entartung übergehen.
Man weiß allerdings heute, dass die Pigmentzelle Leberflecke nicht unbedingt der Entstehungsort für ein Melanom, das ist ja die gefährliche Art der Hautflecken, darstellen, sondern, dass aus jeder einzelnen Pigmentzelle des Körpers rein theoretisch ein Melanom entstehen kann. Dass äußert sich wiederum darin und macht das ganze so schwierig, dass die einzelne Pigmentzelle die entartet erst einmal eine flächige Bräunung macht. Sie vermehrt sich also erst in der Fläche, bevor sie in die Tiefe geht.
Darum müssen neue Flecken die auftreten, insbesondere wenn Sie jenseits des 35igsten Lebensjahres auftreten, immer mit einer besonderen Skepsis betrachtet werden. Diese Flecken sollten einen immer dazu führen, wenigsten den Hausarzt und wenn der nicht weiter weiß, den Dermatologen aufzusuchen.
 
Ich habe immer wieder gelesen und gehört, wenn ein Muttermal aufgekratzt wird, muss es sofort entfernt werden, da dann davon auszugehen ist, dass es gefährlich ist. Ist das wirklich so?

Dr. Schwaaf:
Das ist eine Erkenntnis, der auch die Dermatologen bis vor kurzem eigentlich noch geglaubt haben. Aber heute weiß man durch Studien in den USA, dass das nicht haltbar ist. Allerdings man muss natürlich sagen, ein Muttermal was juckt, macht eine Veränderung durch und das führt ja zum kratzen. Es ist weniger das Kratzen, wenn man sich z.B. zufällig mal ein Muttermal aufkratzt, was einen beunruhigen sollte, aber wenn es immer wieder juckt, dann muss man zum Arzt gehen. Früher hat man geglaubt, ein Muttermal, was man anschneidet, bloß nicht an anrühren war die Devise, das führt dazu, dass es streut. Das ist insofern ein Aberglaube, weil man früher immer so lange gewartet hat bis man losgegangen ist, dass das Muttermal schon gestreut hatte bevor man es herausgeschnitten hatte. Heutzutage ist durch die Vorsorge einfach möglich, das so frühzeitig herauszuschneiden, dass es zu einer 100 %igen Heilung kommt. Selbst wenn es dann am Ort schon umgeschlagen ist in eine Bösartigkeit, kann man verhindern, wenn man es mit einem entsprechenden Sicherheitsabstand entfernt, dass es weitergeht. Auch das führt in den meisten Fällen nicht mehr zu entstellenden Operationen.

Alle, die nicht mehr so ganz jung sind, werden diese Hautveränderungen sicherlich kennen: ich meine die Altersflecken:

Dr. Schwaaf:
Die Altersflecken sind eine Pigmentstörung, wo Pigment in der Haut liegen bleibt. Das ist in der Regel auch durch eine frühere Sonnebestrahlung induziert. Man sieht es eindeutig mehr in den Bereichen, die häufiger der Sonne ausgesetzt sind, wie Hände, Arme und Gesicht als am Körper, der meistens bedeckt ist. Diese Altersflecken sind auch völlig harmlos, häufig stören Sie und manche Leute mögen das überhaupt nicht.
Einige dieser Altersflecken können zu Alterswarzen heranwachsen. Es ist etwas schwierig, man kann nicht sagen, dass sie die gleich Entstehung haben, aber im Volksmund werden sie zusammengewürfelt.
Die Altersflecken, wie schon erklärt entstehen durch Pigmentvermehrung in den oberen Hautschichten, während die Alterswarzen dadurch entstehen, dass sich Hornhautschichten nicht ablösen und das Pigment, was darin eingelagert ist, durch diese Mehrschichtigkeit dann dunkler erscheint und das ganze Rau ist. Sie können manchmal jucken, aber sind grundsätzlich auch harmlos.
Es gibt einen Altersfleck, der sich zu einem Hautkrebs entwickeln kann. Das ist die Lentigo maligna. Sie tritt meistens im Gesicht auf und immer bei Patienten im höheren Lebensalter, jenseits der 60 / 70. Früher hat man die Lentigu maligna als eine Vorstufe des Krebses betrachtet, heute sagt man es ist ein schon beginnendes Melanom.
Auch hier ganz wichtig, man muss einfach jemanden nachsehen lassen, der das unterscheiden kann. Gerade bei Flecken im Gesicht muss man es unbedingt machen. Diese Krankheit ist im Anfangstadium sehr gut zu behandeln.

Und noch mehr braune Flecken?

Dr. Schwaaf:
Es gibt bräunliche Flecken, die auf Eisenablagerungen in der Haupt zurückzuführen sind, die z.B nach Entzündungen entstehen könne, nach Venenoperationen oder Thrombosen an den Unterschenkeln.
Es gibt braune Flecken, die mit einer Autoimmunerkrankung, einer Erkrankung, wo das eigene Immunsystem die Haut angreift, zusammenhängen können.
Aber das sind sehr seltene Geschehen. Wenn solch ein Fleck auftritt, das beängstigt jeden, so dass er auf jeden Fall zum Arzt geht und nachfragt. Das nähere erläutern der Zusammenhänge, wäre hier an dieser Stelle zu kompliziert.
 

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